Erfolg im Handwerk ist kein Zufall!

Es bedarf einer klaren Mission, der richtigen Ziele, Strukturen und Prozesse.

In meiner über 35-jährigen Selbständigkeit als Dachdeckermeister war ich nicht von Anfang an der erfolgreiche Unternehmer. 

Aufgewachsen im Familienbetrieb, war mein Einstieg in die Geschäftsführung im Jahr 1990 mehr als ruppig. Es gab hohe finanzielle Belastungen durch den Neubau unseres Betriebsgebäudes und alte Lasten, eher schlecht ausgebildete Mitarbeiter, keine Digitalisierung, keine Computer oder Mobiltelefone und vor allem keine klaren Strukturen, Prozesse oder eine angemessene Mitarbeiterführung. Wenn ich heute, viele Jahre später, zurückblicke, kann ich kaum glauben, auf welcher Basis ich damals begonnen habe. Auf der Meisterschule – und das ist leider heute oft noch so – wurde ich nicht wirklich auf das „echte Leben“ als Unternehmer vorbereitet. Zwar wurden mir die Grundlagen des Dachdeckerhandwerks, die beeindruckende Fachtechnik unseres Gewerks und die klassische Büroarbeit inklusive Kalkulation vermittelt, doch das allein machte mich nicht erfolgreich. Zunächst machte ich so weiter, wie ich es von meinem Vater gelernt hatte: mit viel Tradition, aber eben eher als Handwerker denn als Unternehmer. Das möchte ich gar nicht schlechtreden, aber aus heutiger Sicht stellt dies lediglich die absoluten Basics dar.

Der wahre Erfolg stellte sich erst ein, als ich anfing, die richtigen Dinge zu tun und die Dinge richtig zu tun. Ich digitalisierte unseren Betrieb, baute die nötigen Strukturen und Prozesse auf und sorgte für eine neue Sichtbarkeit am Markt. Mein Ziel war es, genau die Wunschkunden und Wunschaufträge anzuziehen, die nicht nur Spaß machen, sondern mit denen sich auch Geld verdienen lässt. Ich verstand tiefgreifend, wie wichtig Qualität, Produktivität und Sicherheit sind. Ohne Qualität hagelt es Reklamationen und die Kunden sind weg. Ohne Produktivität verdient ein Unternehmen kein Geld, was den Aufbau von Rücklagen, als Sicherheit für schwierige Zeiten, unmöglich macht. Und natürlich gehört zu all dem zwingend die Arbeitssicherheit – diese Punkte sind nicht verhandelbar. Mit neuer Wertschätzung und der Berücksichtigung der vier Regeln der digitalen Verhaltensänderung nahm ich die Mitarbeitenden mit ins Boot, was sofort für ein starkes „Wir“-Gefühl sorgte. Durch die Einführung eines Qualitätsmanagements und einer lückenlosen, auch für unsere Kunden online zugänglichen digitalen Baustellendokumentation versprach ich nicht nur Qualität, sondern konnte sie jederzeit nachweisen. Die Definition klarer Ziele ließ keine Zweifel daran, wie mein weiterer privater und beruflicher Lebensweg aussehen sollte, und ich habe sie alle erreicht, teils früher als geplant. Die Basis für all das war das Verständnis, dass Digitalisierung kein Selbstzweck ist. Computer und Software lösen keine Probleme, wenn nicht im Vorfeld die richtigen Strukturen und Prozesse aufgebaut wurden. Dazu gehört auch, dass Zuständigkeiten über Organigramme und ausführliche Stellenbeschreibungen klar geregelt sind, damit jeder im Team genau seine Aufgaben kennt. Das schaffte nicht nur Klarheit sondern auch Selbstvertrauen und Anerkennung bei den Mitarbeitenden und entlastete auch mich als Unternehmer massiv. Es ist schlicht nicht der Job des Chefs, das „Mädchen für alles“ in der Firma zu sein.

Allerdings würde ich auch nicht so weit gehen, mich komplett aus der Firma herauszunehmen, wie es sich gerade viele junge Unternehmer wünschen. Ja, es ist wichtig, an der Firma und nicht nur in der Firma zu arbeiten, aber das wird oft missverstanden. Es entsteht der Wunsch – oft befeuert durch die Versprechen mancher Coaches –, den Betrieb auf reinem Autopilot laufen zu lassen. Das ist ein Fehler, wenn man alleine darauf vertraut. Ich kenne genug Beispiele von Unternehmern, die das ausprobiert haben und ganz schnell wieder im Tagesgeschäft mitarbeiten mussten. Der Grund dafür ist einfach: In Deutschland beschäftigen Handwerksbetriebe im Durchschnitt drei bis sechs Mitarbeitende. Oft arbeitet der Chef tagsüber noch selbst auf der Baustelle mit. Er ist erster Ansprechpartner und die Kühlerfigur seines Unternehmens. Von seinem Auftreten hängt es ab, wie die Firma wahrgenommen wird und ob er in der Lage ist, sich und die Leistungen seines Betriebes angemessen zu verkaufen. Aber all das nützt nichts ohne das richtige Mindset. Authentizität und der eiserne Wille, jeden Tag Top-Arbeit abzuliefern, sind die absolute Grundvoraussetzung – und zwar für jeden Einzelnen im Betrieb. Wenn Sie diese Wertschätzung auf allen Ebenen leben, entsteht ein Umfeld, in dem wirklich alle gewinnen: Ihre Kunden, Ihr Team, Ihre Lieferanten und auch Ihre Subunternehmer

Als sich der Erfolg bei mir schließlich dauerhaft einstellte, wurde mir klar, dass ich keine sieben Tage die Woche von hell bis dunkel mehr arbeiten möchte. An der Digitalisierung, den Prozessen und Strukturen lag es nicht, die hatte ich zwischenzeitlich perfektioniert. Was mir fehlte, waren bedingungslose Klarheit und Fokus – ein Filter für den Anfrage- und Auftragseingang sowie die Konzentration auf die wirklich wichtigen Dinge, beruflich wie privat. Die ständige Ablenkung, gerade durch soziale Medien und ununterbrochene Benachrichtigungen, ist heute ein massives Problem. Die Lösung fand ich durch die schonungslose Überprüfung dessen, was ich an sieben Tagen in der Woche eigentlich tat. Die Überraschung: Die Hälfte davon war alles andere als unternehmerische Tätigkeit, und ich brauchte viel zu lange für das Tagesgeschäft. Im Jahr 2020 zog ich einen Schlussstrich und trat alles in die Tonne, was ich bis dahin im Office verwendet hatte. Ein Computer, ein Smartphone, Software in der Cloud und die Nutzung der beim Betriebssystem ohnehin vorhandenen Programme waren mein Gamechanger. In meinem persönlichen Fall war dieses Setup ein iPad, ein iPhone sowie die Nutzung von Plancraft, MemoMeister, die mitgelieferten Apple-Software und ein selbst erstelltes Life Operating System mit einer Notizen App – als persönliches Planungstool und Wissensmanagement. Wichtig ist mir an dieser Stelle aber zu betonen: Das war und ist mein ganz persönlicher Weg. In meinem Coaching ist es völlig egal, welchen Computer, welches Betriebssystem oder welche Software Sie verwenden – die grundlegenden Prinzipien der Prozesse, Strukturen und Effizienz bleiben immer identisch. Mit meinem neuen Setup passte ich mein bereits erfolgreiches System und meine Ziele noch einmal an und verbesserte sie in allen Bereichen. Das Ergebnis war beeindruckend und verblüfft mich noch heute. Es ist kaum zu glauben, wie einfach Handwerk sein kann, wenn man sich auf das Wesentliche konzentriert – das spart Zeit, Geld und Nerven. So aufgestellt kann ein Meister ganz locker einen Betrieb mit bis zu 12 guten Mitarbeitern problemlos und ohne Stress führen. Und selbst wenn er dann skalieren möchte, also wachsen, ist das mit meinem System ganz einfach möglich.

Mit all dem hatte ich einen Punkt erreicht, an dem mein Betrieb absolut übergabefähig aufgestellt war, lange bevor ich überhaupt ans Aufhören dachte. Das änderte sich schlagartig, als im Jahr 2023 ein Mitarbeiter von der Meisterschule kam. Auf meine Frage, ob er an meiner Firma interessiert sei und wann er sie übernehmen wolle, antwortete er mit einem klaren Ja und „sofort“. Im Juni 2024 war es dann so weit und ich konnte im Alter von 58 Jahren den Staffelstab weitergeben. Ich begleitete meinen Nachfolger noch 11 Monate, dann war meine Anwesenheit in meiner alten Firma überflüssig. Es war ein tief beeindruckendes Gefühl des Glücks zumal die Übergabe völlig geschmeidig, einfach und auf digitalen Knopfdruck erfolgte. Doch damit ist mein weiterer Lebensweg noch nicht abgeschlossen. Seit über 40 Jahren bin ich im Ehrenamt tätig, engagiere mich als amtierender Landesinnungsmeister der Dachdecker in Baden-Württemberg und auch im Zentralverband, unterrichte an Meisterschulen und bin seit Jahren als Coach und Speaker unterwegs. Ich möchte mein Wissen weitergeben, ein Vorbild sein und junge Menschen für das Handwerk und die Selbständigkeit begeistern. Bodenständig, unaufgeregt und ohne mich als etwas Besonderes zu empfinden oder zu erwarten, dass man mir den roten Teppich auslegt. #gerneperdu

Neben meinen Kursen ist mein Powerday ein sehr erfolgreiches und intensives Format. Dabei springe ich für einen kompletten Tag direkt in einen Handwerksbetrieb – bundesweit und völlig unabhängig davon, ob das Unternehmen 3 bis über 300 Mitarbeitende hat. Ich schaue mir alle Abläufe detailliert und ungeschönt an. Am Ende des Tages gibt es bereits erste konkrete Empfehlungen und im Nachgang einen klaren Fahrplan für die Zukunft. Selbstverständlich behandle ich alle Einblicke absolut vertraulich. Zudem habe ich immer handfeste Praxis-Tipps an Bord, die sofort Umsatz und Gewinn steigern. Ob Handwerksbetriebe, Kammern, Innungen, Verbände oder das Ehrenamt – es dürfte in Deutschland nur wenige Coaches geben, die diese Welten so tiefgreifend aus der Praxis kennen. Und aus dieser Erfahrung heraus kann ich pauschal sagen: Da ist noch unglaublich viel Luft nach oben – selbst bei Betrieben, die eigentlich bereits sehr gut aufgestellt sind. Ergänzend zu diesem massiven Input an nur einem Tag gibt es meinen Kurs ‚Digitalisierung und Prozesse‘, der alle entscheidenden Themen noch einmal detailliert in der Tiefe beleuchtet. Er ist das perfekte Werkzeug, um die Strukturen vor oder nach dem Powerday nachhaltig im Betrieb zu verankern. Wichtig: Dieses Wissen ist nicht nur für den Unternehmer gedacht! Gerade in größeren Betrieben bringt es enorm viel, auch die Assistenz, Büroleiter und Führungskräfte direkt mit einzubinden. Selbstverständlich sind Powerday und Kurs völlig unabhängig voneinander und auch einzeln buchbar. Ein besonderes Plus: Mitglieder der Roof.Academy erhalten einen exklusiven Nachlass

Wir leben aktuell in einer Zeit, die von den vier großen K’s bestimmt wird: Klimawandel, Kriege, Krisen und künstliche Intelligenz. Oben drauf kommt ein dramatischer Fachkräfte- und Nachfolgemangel. Tradition ist wichtig, doch wir müssen endlich verstehen, dass wir exakt jetzt ein modernes Handwerk auf den Weg bringen und zeigen müssen, wie es besser geht. Das müssen auch Innungen und Verbände begreifen und ihre Mitgliedsbetriebe aktiv dabei unterstützen. Ausgebremst wird diese Entwicklung leider oft noch durch eine hohe Altersstruktur im Ehrenamt, wo – und das ist keineswegs abwertend gemeint – meistens das tiefe Verständnis für die notwendige Veränderung fehlt. Das können wir nur gezielt ändern, indem wir jetzt den Nachwuchs in die Ehrenämter bringen, ansonsten wird es bald einen schmerzhaften biologischen Schnitt geben, wenn die Boomer-Generation abtritt. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir uns – ähnlich wie beim Klimawandel – anpassen werden. Wir müssen die langfristigen Maßnahmen jetzt starten und die akuten Probleme sofort anpacken.

Bei mir hat es zehn bis fünfzehn Jahre mit vielen Schmerzen und schlaflosen Nächten gedauert, bis ich wirklich erfolgreich wurde, und erst in den letzten Jahren konnte ich meinen Fokus absolut schärfen. 

Machen Sie es sich leichter und kürzen Sie Ihren Weg ab: Nutzen Sie meinen Erfolg als Blaupause und profitieren Sie von meinen Dienstleistungen als Coach, Speaker und Dozent oder von meinen Kursen.

Einen Ratschlag möchte ich Ihnen noch mit auf den Weg geben: Wir Unternehmer sind oft gnadenlos betriebsblind. Viele verdrängen die Wahrheit über ihr privates und berufliches Leben, obwohl sie spüren, dass es längst nicht mehr rund läuft. Die Probleme sind erkannt, aber man will sie einfach nicht wahrhaben. Dieser Blindflug gefährdet die Existenz, zerstört Beziehungen und ruiniert die Gesundheit. Wer morgens Kaffee und Schmerzmittel einwirft, um fit zu werden, und abends Alkohol braucht, um runterzukommen, hat als Unternehmer seine wichtigste Ressource vernachlässigt: sich selbst. Es gilt die eiserne Regel: Wer sich nicht die Zeit für seine Gesundheit nimmt, wird später viel Zeit für seine Krankheiten haben.

Veränderung ist etwas, das uns Unternehmern im Handwerk oft unglaublich schwerfällt. Wir sind es gewohnt, Probleme selbst zu lösen, nehmen ungern Hilfe an und scheuen uns davor, Geld dafür in die Hand zu nehmen. Das ist ein fataler Fehler. Echte Veränderung braucht keine Zeit – sie ist eine Entscheidung und beginnt exakt in dem Moment, in dem Sie wirklich bereit sind, die Dinge anzupacken. Mit mir an Ihrer Seite kann dieser Prozess dann sehr schnell gehen. Wer stattdessen nur abwartet und hofft, vergeudet am Ende das Wichtigste, was er hat: sein eigenes Leben und die wertvolle Zeit mit seiner Familie.

Informieren Sie sich auf meiner Homepage und nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf. In einem unverbindlichen, kostenfreien Gespräch erzähle ich Ihnen gerne mehr darüber.